Donnerstag, 31. juli 2008
Metal Church - The Dark
Ich weiß gar nicht, wieso "The Darkness" "The Darkness" heissen, wo sie doch poppigen, glamigen Hardrock darbieten und mit "Darkness" so gar nichts zu tun haben.
Auch 1986 war die Endtäuschung, zumindest im ersten Moment groß, als ich "The Dark" von "Metal Church" hörte. Nicht nur, das ich der Kategorisierung Trash Matal so gar nicht zustimmen wollte, auch düster war es so überhaupt nicht, was ich da zu hören bekam.
Düster ist es immer noch nicht und beim Härtetest fallen "Metal Church" nach wie vor durch, was aber nicht so tragisch ist, weil auch Melodie betonter Power Metal mitunter gut sein kann.
Ist er auch, in diesem Fall. Natürlich rockt "The Dark" vom ersten Ton an. "Start the Fire" ist eine, tempotechnisch eher gedrosselte, Powerhymne, "Burial at the Sea" und "Over my dead Body" rocken deutlich schneller und "Watch the Children pray" ist eine 1A Ballade, die selbst heute noch klischeelos klingt und sich in keinster Weise an das, einst von "Metallica" vorgegebene Balladenschema anbiedert.
Technisch einwandfrei, noch heute gut klingelnd, vielleicht schon ein wenig zu gut, an einigen Stellen muss man die Bässe der Anlage etwas höher drehen, aber für ein 80er Jahre Powermetal Album ist "The dark" absolut genial. Trotz der verwirrender Weise "dark" klingenden Songtitel eher "bright", Powermetal zum manchmal Kuscheln, meistens aber zum abrocken, ohne die satanischen Klischees zu bedienen.
von Joachim Naumann
veröffentlicht in:
80's Metal Classics
Community:
Musik
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