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Die zehn meist gespielten Alben 
  1. Nine Inch Nails - The Slip
  2. Iron Maiden - Somewhere back in time
  3. The Black Angels . Directions to see a Ghost
  4. Fear my thoughts - Isolation
  5. Pedulum - In Silco
  6. Iron Maiden - Live after Death
  7. Die Apokalyptischen Reiter - Der Weg
  8. Presets - Apokalyptico
  9. Neil Diamond - Home before Dark
  10. Opeth - Watershed

Kategorien

80's Metal Charts

1. Seventh Son of a seventh Son - Iron Maiden
2. Reign in Blood - Slayer
3. Ride the Lightning - Metallica
4. Into the Pandemonium - Celtic Frost
5. Abigail - King Diamond
6. Scream bloody Gore - Death
7. Terrible Certainty - Kreator
8. Keeper of the 7 keys - Helloween
9. The Legacy - Testament
10. Among the Living - Anthrax 

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1. Brain Chalenge
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Donnerstag, 31. juli 2008
Metal Church - The Dark

Ich weiß gar nicht, wieso "The Darkness" "The Darkness" heissen, wo sie doch poppigen, glamigen Hardrock darbieten und mit "Darkness" so gar nichts zu tun haben.
Auch 1986 war die Endtäuschung, zumindest im ersten Moment groß, als ich "The Dark" von "Metal Church" hörte. Nicht nur, das ich der Kategorisierung Trash Matal so gar nicht zustimmen wollte, auch düster war es so überhaupt nicht, was ich da zu hören bekam.
Düster ist es immer noch nicht und beim Härtetest fallen "Metal Church" nach wie vor durch, was aber nicht so tragisch ist, weil auch Melodie betonter Power Metal mitunter gut sein kann.
Ist er auch, in diesem Fall. Natürlich rockt "The Dark" vom ersten Ton an. "Start the Fire" ist eine, tempotechnisch eher gedrosselte, Powerhymne, "Burial at the Sea" und "Over my dead Body" rocken deutlich schneller und "Watch the Children pray" ist eine 1A Ballade, die selbst heute noch klischeelos klingt und sich in keinster Weise an das, einst von "Metallica" vorgegebene Balladenschema anbiedert.
Technisch einwandfrei, noch heute gut klingelnd, vielleicht schon ein wenig zu gut, an einigen Stellen muss man die Bässe der Anlage etwas höher drehen, aber für ein 80er Jahre Powermetal Album ist  "The dark" absolut genial. Trotz der verwirrender Weise "dark" klingenden Songtitel eher "bright", Powermetal zum manchmal Kuscheln, meistens aber zum abrocken, ohne die satanischen Klischees zu bedienen.

 
von Joachim Naumann veröffentlicht in: 80's Metal Classics Community: Musik
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Mittwoch, 30. juli 2008
Slayer - Reign in Blood

Vor über 20 Jahren, wussten wir noch nicht, welche Auswirkungen "Slayer's" Kunstwerk mit sich bringen würde, wir wussten nicht einmal, dass man eines Tages von Kunst reden würde.
Heute wurden wir längst eines Besseren belehrt, "Slayer" gibt es noch immer, noch immer ist ihre Musik hart, schnell und tut noch immer weh.
Damals war "Reign in Blood" aber etwas Neuartiges, etwas Besonderes. Schnell, laut, absolut heavy. Aggressiv, schmerzhaft und politisch so derart nicht korrekt, dass "Slayer" schnell einen Stempel aufgedrückt bekamen, der ihrer Karriere mehr Schaden als Nutzen hätte bringen können.
Was ich schon damals an "Slayer bewunderte, war die arrogante Art, mit sie geradlinig ihren Weg gingen. Ausreden brauchten sie nicht, wer ein Problem mir "Angel of Death" hatte, sollte halt nicht hinhören. Basta.
Zwanzig Jahre später, klingt "Reign in Blood" noch immer frisch, hart und aggressiv. Noch immer ist das das Werk, an dem sich die Vertreter aus Speed und Trash Metal messen lassen müssen und die Latte liegt verdammt hoch.
Eigentlich ist diese Kritik Schwachsinn, denn jeder, der "Slayer" kennt, hat sicher dieses Teil zu Hause, für alle die nicht wissen wovon ich rede kommt sowieso jede Hilfe zu spät.... 
von Joachim Naumann veröffentlicht in: 80's Metal Classics Community: Musik
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Mittwoch, 30. juli 2008
You Note (Sophiacom/339,2 KB/free/Productivity)
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Zur Zeit, zumindest im Notiz Bereich zweifellos eine der besten Applikationen und die gibt es (zumindest noch) für lau.
In jeder Anwendung lassen sich Notizen als schriftliche Notizen, Sprachnotizen oder Bilder verewigen, bearbeiten und besonders wichtig, mit jeder anderen Applikation verlinken. So wird aus der Notiz eine Adresse oder ein "ToDo", die Möglichkeiten sind vielfältig. Ausserdem greift "You Note" auch auf GPS zurück, Fotos werden also nicht nur mit Datum und Uhrzeit, sondern auch gleich mit dem Ort versehen.
So macht das Arbeiten mit iPhone richtig Spaß. Unbedingt empfehlenswert.
 
von Joachim Naumann veröffentlicht in: iPhone
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Montag, 28. juli 2008
Queensryche - Rage for order

Mit traditionellem Power Metal debutierten "Queensryche" und sorgten für allgemeines Staunen, als "Rage for order" in schwarzes Vinyl gepresst wurde.
Heute würde "Rage for order" wahrscheinlich als Industrial Rock kategorisiert, damals waren "Queensryche" ihrer Zeit weit voraus.
Die elektronischen Momente gehen auf "Rage for order" weit über das Intro hinaus und werden in den poppigen Songstrukturen  verankert, während die Gitarrenriffs keinen Zweifel an "Queensryche's" Herkunft lassen. Die Melodien und Harmonien lassen die Songs schließlich zu wahren Hymnen werden "Chemical Youth", "London" oder das futuristische "Neue Regel". "Gonna get close to you" hätte noch heute großes Hitpotential. "I Dreamed in infrared" mag die obligatorische Ballade sein, letztlich hebt sich das Stück von anderen Metalballaden wohltuend ab. "Rage for order" war seinerzeit ein grandioses Album, mutig für diese Zeit und für "Queensryche" der Beginn einer erfolgreichen Karriere. Auch wenn man sich danach zunächst wieder an typisch rockigen Songstrukturen orientierte, war der Einfluss den "Rage for Order" nachhaltig hinterließ deutlich hörbar und machte letztlich  "Operation Mindcrime" und "Empire" zu dem, was ohne "Rage for order" sicher undenkbar gewesen wäre: Meilensteine der Rock- und Metalgeschichte.

 


 
von Joachim Naumann veröffentlicht in: 80's Metal Classics Community: Musik
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Sonntag, 27. juli 2008
Tuner  (Nullriver Inc/170,2 KB/€5,99/Music) link
Gelungene Applikation, fairer Preis

Über 2000 (in Worten: Zweitausend) Web Radio Stationen sind hier kategorisch erfasst, mit einer Informationszeile und nach Möglichkeit einem kurzen Feed (meist der aktuell gespielte Song) versehen. Da fällt das Suchen leicht. Ausserdem kann man sich durch die 500 meistgestreamten Stationen wuseln, jeden "Sender" bookmarken, so dass man beim Öffnen der Applikation oder per Button Wahl seine persönlichen Faves einsehen kann.
Da macht das Radio hören auf dem "iPhone" richtig Spaß.
Noch nicht getestet habe ich den Empfang ausserhalb des WIFI Bereichs, aber diese Info reiche ich nach.

All Radio heißt eine kostengünstigere, aber viel schlechtere Alternative.
All Radio ist graphisch besser aufgemacht, hängt sich aber zwischendrin immer wieder auf, das iPhone wird manchmal mit aufgehängt. Die Speicher Funktion ist überflüssig, da das Programm ständig resetet werden muss. Ausserdem heißt es in der Anleitung, ein Empfang über EDGE sei problemlos möglich, leider ist das gelogen und funktioniert nicht mal über 3G vernünftig.

Ich bleibe bei der Tuner Applikation. 
Gestreamt wird hier mit selten 32K(der Sound klingt blechern, mono), meist 124K (toller Stereo Sound) und hin und wieder mit 192K (wow).
Wer eine Cradle besitzt kann sein "iRadio" dann auch an die Anlage anschließen (kann man ohne Cradle auch, der Dauereinsatz kostet aber wertvolle Akkuressourcen) und das physische Webradio schonen oder versteigern (wenn er auf dessen Komfortfunktionen verzichten kann, die die Applikation und "iPhone" (noch) nicht bieten).

Mitschneiden geht übrigens nicht, wäre aber für das nächste Update wünschenswert, zumal das zur Zeit noch legal ist. Der 16GB Speicher will schließlich mit Musik betankt werden, warum nicht mal auf diesem Wege ?

 
von Joachim Naumann veröffentlicht in: iPhone
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Sonntag, 27. juli 2008
Iron Maiden - Live after Death

Die Frage nach der besten Band der Welt, dem Besten Album oder dem besten Song zu beantworten, scheint mir wirklich unmöglich zu sein.
Jahrzehnte Musikgeschichte, was sage ich, Jahrhunderte, haben nun mal eine Menge Spuren in Form von Musik, Opern, Musikzyklen, Alben, Werken, Epen oder Traxx hinterlassen.
Episch, düster, melancholisch, hart, monoton, bewegend, harmonisch oder disharmonisch, elektronisch, alternativ, undergroundig, spaceig, psychedelisch, die Vielfalt dessen, was allein in meinen musikalischen Horizont passt, weil ich es schon kenne, ist unüberschaubar. Dazu kommen jene Werke, die ich noch gar nicht entdeckt habe. Musik soll mich berühren, etwas ausdrücken, Gefühle in mir wachrufen, Stimmung erzeugen, ....

Aber kommen wir mal zur Sache. Zumindest kann ich mich auf eine Handvoll Künstler beschränken, die mir wichtig sind, deren Musik ich "brauche" und auch wenn sie zunächst mal aus dem Rahmen zu fallen scheinen, "Iron Maiden" gehören nicht nur dazu, sie gehören mit zur absoluten Spitze. Hunderte von Vinylplatten und noch mal genau so viele CDs aus dem Portofolio der eisernen Briten nenne ich mein Eigen und "Live after Death"  war 1985 nicht nur eine der ersten Metal Platten, die ich hörte und für gut befand, "Live after Death" ist unumstritten eine der allerbesten Live Mitschnitte die je in Vinyl gepresst, in Silber verewigt oder wie erst kürzlich, als DVD neu gemastered wurden.

Jahre nach der Original Doppel Vinyl Veröffentlichung gibt es nun die DVD Version im 5.1 DS Sound mit einer Spielzeit von 240 Minuten auf zwei Discs.
Neben dem bekannten 90 Minuten Mittschnitt des Konzertes in Long Beach während der "World Slavery Tour" 1984 wird das Werk mit dem zweiten Teil der "History of Iron Maiden", dem bisher nur als VHS Tape erhältlichen "Behind the Iron Curtain" (57 Minuten) Dokumentarfilm, weiteren 50 Minuten "Rock in Rio" dieses Mal jedoch vom 85er Set, zwei Promo Clips ("Aces high" und "Two Minutes to Midnight" ) und weiteren kleinen Extras ergänzt.

Das ist eine Menge Material, zumal sich nun 50 weitere Liveminuten zum Original gesellen.

Songauswahltechnisch kann bei "Iron Maiden" nichts schief gehen, zu viele Klassiker nennen sie ihr eigen. 1984 waren diese schon zahlreich genug, um eher enttäuscht nach jenen Songs zu suchen, die nicht mit dabei sind. Aber die Setlist ist ja nun hinlänglich bekannt, ebenso wie Maidens Livequalitäten, der brilliante Sound und die bombastische Show, die man bisher nur vom VHS Band auf den Bildschirm bringen konnte.

Natürlich klingt nun alles besser, fulminanter und überhaupt. Aber die Tatsache, dass durch das Fortschreiten der Technik irgendwann eine "Live after Death" Version existieren wird, die besser klingen wird, als der Sound seinerzeit in Long Beach, ist eher nebensächlich. Wichtig ist, das hier ein absoluter Muss-Klassiker der Rockgeschichte neu aufgemacht wurde, den man sich in jedem Fall hätte zulegen müssen. Mit dem zusätzlichen Material bekommen nun die Fans aber die volle Breitseite mit zusätzlichem Live Material des "Rock in Rio '85" Festivals und der DVD Fassung von "Behind the Iron Curtain", die Neulinge bekommen Infos zur Band und ich bekomme gleich einen Krampf in meiner rechten Hand.

Mehr als empfehlenswert  
von Joachim Naumann veröffentlicht in: 80's Metal Classics Community: Musik
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Samstag, 26. juli 2008
Helloween - Walls of Jericho

"(Walls of Jericho/)Ride the sky" war  einer der ersten wirklich harten Songs, die ich als 14 jähriger auf dem Mixtape des Freundes eines Freundes, des Bekannten, eines Freundes, meines Freundes überhaupt zu hören bekam. Angeblich der illegale Mittschnitt eines US Piratensenders für Trucker, ein Mythos der sich in Luft auflöste, als ich wenig später das Album einer deutschen "Speed Metal" Band mit dem Namen "Helloween" kaufte und das Intro gar bekannte Klänge aus den Boxen zauberte (mal ganz abgesehen davon, dass "Walls of Jericho" (also das so betitelte Intro) eine lustige Version des Themas aus "Halloween III" war.
Nach dem krachigen Opener "Ride the sky" hörte man auch schließlich das, was man später als typisch teutonischen "Speed-", "Trash"- oder "Power Metal" identifizieren sollte.
Krachige Gitarren Riffs, Hymnenhafte Melodien, die im Ohr blieben oder sich gar ins Gehirn brannten, schnelle Drums und ein "Shouter" der auch singen konnte. Schon klar, der Hansen singt heute noch nicht so gut, wie der Kiske, also der zweite "Helloween" Sänger, eben jener, der Metalgesang in den Achtzigern ganz neu definierte, aber der Hansen konnte zumindest singen.
Helloween klingen heute ganz, ganz anders als auf "Walls of Jericho". Aber das "Speed-" und "Power Metal" Werk ist an sich schon ein Klassiker und letztlich der Wegbereiter und Pate für Acts wie "Blind Guardian" und deren "AUf-den-Zug-Aufspringer" (die musikalischen Parallelen zwischen "Walls..." und dem "Blind Guardian" Debut sind schon imposant).
Der Metal, den "Helloween" damals spielten, war hart, fast trashig, aber mit zuviel Melodie komponiert, um neben "Kreator" oder "Destruction" als "Trash Metal" Kombo durchzugehen. "Helloween" zeigten Spielfreude und musikalisches Talent, das professionell umgesetzt wurde. Der Sound ist sicher nicht das Ultima Ratio, aber für eine junge Nachwuchskapelle der Achtziger erstaunlich gut. Der damalige "Noise" Hausproduzent Harris Johns, der zu jener Zeit fast alle wichtigen, neuen Metal Talente produzierte, saß hinter den Reglern und ebnete einer ganzen Generation den Weg in ein neues musikalisches Gefilde.
Die Hymnen (und viele Stücke waren zu jener Zeit nicht weniger, als Metal Hymnen) des Original Albums werden auf der heutigen CD Fassung noch von "Helloweens" erster EP und einem meiner damaligen Lieblingssongs "Judas" ergänzt.
"Walls of Jericho" ist ein geschichtlich betrachtet wichtiges Album deutscher Metal Kultur und wenn man dem tragischen Schicksal der "Helloweener" folgt, kann man nur hoffen, dass sie den damaligen Minierfolg auskosteten, denn ohne "Walls of Jericho" hätte es "Blind Guardian" vielleicht nie gegeben (womit wir wieder bei meinem derzeitigen Lieblingsthema wären, aber in diesem Fall halte ich das "Vielleicht" für sehr viel wahrscheinlicher, als im vorhergehenden Fall).
"Walls of Jericho" sollte man kennen, wenn man harte Rockmusik mag, muss man kennen, wenn man auf die ganzen "Phantasie Metal" Acts steht, denn das ist quasi das Erste, das Original. "Walls of Jericho" darf man aber auch kennen, wenn man auf Gitarren steht, auf Alternative, auf Mittelalterrock (naja, die "In Extremo" Fans könnten das Werk interessant finden -mittelalterliche Elemente sucht man hier jedoch vergebens) und wenn man US Trucker ist, ist "Ride the sky" sowieso Pflicht.  link
von Joachim Naumann veröffentlicht in: 80's Metal Classics Community: Musik
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Samstag, 26. juli 2008
King Diamond - Abigail

Ob "Marylin Manson" nun heute "Marylin Manson" wären, hätte es "Alice Cooper" oder "King Diamond" nicht gegeben, lassen wir mal dahingestellt, auch wenn ich der Meinung bin, "King Diamond" hatte im Zweifelsfall einen größeren Einfluss auf Mr. Manson als Herr Cooper, kennen dürften sich die beiden auch, schließlich gehör(t)en sowohl der dänische Zwergenkönig, als auch Herr (fast) van Teese zur "Church of Satan" und waren so etwas wie die Lieblinge des leider verstorbenen Herrn LaVey.

Musikalisch trennen die beiden jedoch Welten. "King Diamond" spielten seit den Achtzigern gerne zum Metalreigen auf: hart, aber mit vielen Melodien; düster, aber nie morbid, vom Hairspray Metal weit entfernt, aber nie traschig oder gar deathig. Die Songs waren mal geradlinig, mal komplizierter, aber immer nachvollziehbar.
Trotz seiner satanischen Überzeugung, hielt sich Mr. Diamond höflich zurück in seinen Texten und präsentierte uns mit "Abigail" sein erstes von zahlreich folgenden Konzeptalben, die eine gut durchdachte und spannende Horrorstory erzählten (insgesamt war "Abigail" das zweite "King Diamond" Album, "Fatal Portrait" - das Debut Album, folgte jedoch keinem so starren, textlichen Konzept).
Selbst nach zwanzig Jahren entdeckt man immer wieder etwas neues in der Storyline. Auch wenn die damaligen Pläne, den Stoff zu verfilmen, fehlschlugen und "King Diamond" sich auch textlich weiterentwickelte und besser wurde, so ist die auf "Abigail" erzählte Story durchaus spannend, musikalisch gelungen umgesetzt und (und jetzt kommen wir zu dem, was "King Diamond" seit der Vorgängerband "Mercyful Fate" ausmacht:) stimmlich genial interpretiert. Die Vocals des King sind wahrhaft einzigartig, aber schon zu "Mercyful Fate" Zeiten machten sie von der ersten Textline an deutlich: diese Stimme muss man lieben oder hassen. "King Diamond" kann singen, soviel steht fest. Und das kann er gut. Aber er kann auch Textpassagen aussergewöhnlich interpretieren und das macht ihn bis heute einzigartig; mal boshaft tief, fast gemein. Mal (und meistens) markerschütternd hoch. Grausam, fies, angsteinflössend, gemein, die Haare zu Berge stehen lassend, unfassbar böse - die Adjektive, die Kings Kehlkopfstimme beschreiben sind wenig positiv, die Stimme aber genial. Es wird, unter denen, die "King Diamond" nicht kennen und nun vielleicht neugierig geworden sind, genug geben, die diese Vokalakrobatik unerträglich finden werden, aber viele (vorwiegend Horror Fans) werden sie lieben.

"Abigail" ist nur einer von vielen "King Diamond" Klassikern ("Conspiracy" ist mein persönlicher Favorit), aber nach dem recht guten Debütalbum war das Werk ein absolutes Meisterwerk, das Erste von vielen, noch folgenden Horrorstory Alben, die musikalisch perfekt ausgefeilt waren und ein Stück Musikgeschichte mitschrieben. Ausserdem würden "Marylin Manson" vielleicht  gar nicht existieren, wenn es "King Diamond" nicht gegeben hätte - wer weiß ???
 link
von Joachim Naumann veröffentlicht in: 80's Metal Classics
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Samstag, 26. juli 2008
Destruction - Eternal Devastation

Nun gut, das Cover gibt jetzt nicht so viel her - da gab es schon künstlerisch Anspruchsvolleres. Das Outfit sollte ebenfalls mit Hilfe des Achtziger-Jahre Bonus nicht zu sehr abschrecken - Musik steht ja nun mal im Vordergrund bei einem Tonträger - Medium, wie es heute heisst. 
Und die ist immer noch gut. "Eternal Devastion" gehörte lange Zeit zu meinen Lieblingsalben, auch wenn der Sound, den "Destruction" aus irgendwo im Ruhrpott damals zum Besten gaben nicht jeden Heavy Metal Fan gleichermassen erfreuten; Trashiger Teutonen Metal, harte, kreischende Gitarren. Schnell, speedy, aggressiv, aber technisch sehr gut interpretiert. Die Musik als solche war nicht in Echt das Ultimative für jeden, der auch "Accept" oder "Judas Priest" toll fand. Die Vocals sorgten dann jedoch für die absolute Spaltung der Musikliebhaber - das in härteren Metalberreichen der Sänger auch als "Shouter" bezeichnet wurde, hatte schon seinen Grund. Die Stimme des Herrn Schmier (so heisst der in Echt) jedoch klang manchmal hoch, mal gequält, mal Kehlkopflastig, mal (und dieses Mal war sehr oft mal der Fall) schrie er sich die Lunge aus dem Thorax - Schmiers Stimme klingt halt nicht so tief und bassig, wie die Stimmen vieler anderer Shouter. Er war einer der ersten Speed Metal - Hoch - Schreier.

Songtechnisch war alles nicht so sofort zugänglich, komplizierte Strukturen mit langen Intros, Breaks und Tempowechsel, Songs, deren Spiellänge weit über die hitverdächtigen drei einhalb  Minuten gingen und hart war es halt. Ist es noch immer. "Eternal Devastion" ist sicher nicht gerade das Beispiel eines absolut zeitlosen Härtebretts, aber ein Klassiker des "Speed Metal", "Trash Metal", ein Klassiker deutscher Metalkultur. "Destruction" gehörten zu den ersten hrten Metal Bands aus Deutschland, wurden später noch um Längen besser, waren Live absolut genial und "Eternal Devastion" mit seinen sieben Krachern war damals lange Zeit ein Favorit unter meinen persönlichen Metalalben. Wer auf harten, schnellen Metal steht, sollte das mal gehört haben, genauso, wie jeder Gothic Fan "Christian Death"'s Rozz Williams Phase schon mal gehört haben sollte - guter Vergleich. 
"Eternal Devastion" ist nicht das "Muss-man-haben" Werk unter den Metal Alben der Achtziger, aber ein Stück "Speed Metal" Historie. In diesem Sinne, viel Spaß. 
von Joachim Naumann veröffentlicht in: 80's Metal Classics
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Samstag, 26. juli 2008
Metallistisches aus den Achtzigern
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Aussortieren ist im Bezug auf meine CD Sammlung mittlerweile ein Fremdwort. In der Prä- "iTunes" Ära musste man als Musik Freak seine CD Sammlung viel häufiger kontrollieren und alle paar Monate den Stapel mit den Fehlkäufen zum Second Hand Shop bringen. Heute hört man ja erst einmal die 30 Sekunden langen Files, lädt ein paar Songs auf den iPod und kauft sich dann, entweder im "iTunes" Store das komplette Album oder besorgt sich gar die physische Variante als CD, in seltenen Fällen auch mal das Vinyl. Die unpraktischen und wirtschaftlich gesehen viel zu teuren Maxi CDs braucht kein Mensch mehr und so kommt es immer seltener vor, das ich meine CD Sammlung neu ordnen muss, bin ich doch vorausschauend genug, im Regal an den notwendigen Stellen immer ein paar Lücken für die neuen Alben zu lassen.
Letzte Woche jedoch musste ich nun die Urlaubsmitbringsel und allerhand neue CDs jüngerer Bands endlich einmal einsortieren und gezwungener Maßen meine komplette CD Sammlung umsortieren - ein Spaß, der drei Tage dauerte.
Dabei entdeckte ich, wie immer, allerhand CDs, die ich schon lange nicht mehr gehört hatte, die sogar zum Teil noch nicht den Weg auf meine Festplatte gefunden hatten und nutzte das schlechte Wetter, um einige Perlen der Vergangenen Jahre wieder zu entdecken.
Was mit dem sommerlichen "Paradise City" von "Guns N'Roses" so harmlos begann, nahm in der Renaissance der kompletten Achtziger Jahre Metal Klassiker seinen Verlauf.

Das waren noch Zeiten, da wurden Erinnerungen wach, an die Tage, an denen ich noch jung und relativ unschuldig, gemessen an den Jugendlichen von heute ein Lamm, war.

"I am the Law" von "Anthrax" - zeitlos gut, heute noch ohne weiteres auf dem "iPod" unterbringbar, ohne das der Neffe merken würde, dass das kein "Nu Metal" ist. "Kreator's" "Pleasure to kill" funktioniert auch noch immer und wurde gleich zum "Von-der Arbeit-nach-Hause-fahr-Album" gekürt, bei so viel leidenschaftlicher Aggression vergisst man nicht nur die arroganten Fratzen der Kollegen auf der Uniklinik Intensivstation sieht lächelnd über den Damenbart der Kampflesbe, die Fettpolster der Schwabbel Anästhesie Schwester oder die hässliche Nase der vor Dummheit strotzenden "Ich-gehe-in-die-Weiterbildung-weil-ich-weiß-wie-schlau-ich-bin" Zicke hinweg, nein man überhört auch glatt, dass Aggression so ziemlich alles war, was "Kreator" damals zu bieten hatten -spektakulärer wurde so wenig musikalisches Talent nie wieder in Vinyl gepresst.
Aggressiv waren auch "Slayer" "Reign in Blood" ist ein Klassiker, den man schon damals liebte oder hasste. "Slayer" polarisierten die Metal Fans wie kaum eine andere Band schufen einen Meilenstein der Rockgeschichte, den viele lieber totschweigen würden. "1984" von Coverdale's "Whitesnake" hatte ich vor Monaten schon Mal ausgegraben, war es doch seinerzeit das einzig kommerzielle Mainstream Album, dass ich mir freiwillig und gern anhörte.
"Masters of Puppests" hielt ich in den Achtzigern schon für völlig überbewertet, "Battery" und der Titelsong jedoch sind zweifellos zwei der besten Metalsongs, die je in schwarzes Vinyl gepresst wurden.
"GothMetal" gab es ohne Zweifel auch schon Ende der Achtziger, auch wenn das damals noch als "Avantgarde Metal" bezeichnet wurde und ganz anders klang; "Into the Pandemonium (The last Days of Babylon)" der schweizer Formation "Celtic Frost" war seiner Zeit weit voraus, aber Geniestreich musikalischen Schaffens. Ich könnte noch endlos weiter machen, aber ich habe mir vorgenommen, die Alben in den nächsten Tagen einzeln vorzustellen und hoffe, nicht bloß Erinnerungen wach zu rufen, sondern auch ein paar Zeitgenössische Geister zu inspirieren und von der Qualität des "Heavy Metal" der Achtziger zu überzeugen. Ausserdem muss ich dann nicht über "Möetley Crüe's" "Saints of LA" schreiben - das wäre nämlich mein nächster Artikel geworden... 
von Joachim Naumann veröffentlicht in: 80's Metal Classics
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  • : Musik und Technik, sind zwei der Themen, die diesen Blog ausmachen. Düsterrock, Metal oder harte Electronik, irgendwo zwischen Darkwave, Alternative und uralten Hardrockklassikern, ganz viel Apple Eletronik und Spielzeug für Computerfreaks, aber eben auch mal ein gutes Buch oder einfach nur Dinge, die mich bewegen, das alles und (vielleicht) noch viel mehr, gibt es hier im "Ghost" Blog
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