Rome - Masse Mensch Material
Fernab von musikalischen Trends und jenseits der üblichen Gothic Klischees, präsentieren Rome, die nun zu zweit musizieren ihr nunmehr drittes
akustisches Werk "Mensch Masse Material". Obwohl es erst einmal logisch zu sein scheint, dass Neofolk und Industrial nahezu gegensätzliche Musikrichtungen sind, wenn auch beide im Gothic
Genre beheimatet, und deshalb so gar nicht zusammenpassen, beweisen uns Rome, wie nah Neofolk, bzw. Apocalyptic Folk und Industrial doch beieinander liegen.
Clubhits und Dancefloor Filler findet man auf diesem kopflastigen Album eher nicht. Düster bedrohliche Intros und apokalyptische Neofolk Perlen, sowie
schleppende Industrial Stücke, die meilenweit vom 130 BPM Elektrogeschrammel der üblichen Verdächtigen entfernt sind, machen "Masse Mensch Material" zu einem Hörgenuss für Kopf und
Seele.
Rome klingen weder morbid, noch krankhaft depressiv. Sie bieten keine musikalischen Elektrobretter und keine technolastigen Tanzbeats. Rome musizieren
erstaunlich zugänglich und bestücken ihr Album lieber mit hymnenhaften Songs und Sounds, die Musik aus dem Goth Bereich wieder einen künstlerischen Anspruch verleihen, den viele aktuelle
Produktionen aus diesem Genre leider vermissen lassen.
von Joachim Naumann
veröffentlicht in:
Musique
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