Whitesnake - Good to be bad
Das absolute Gegenstück zu "Masse Mensch Material" wird auf meinem iPod zur Zeit genauso oft rauf und runter gespielt.
Dabei war ich zunächst einmal überrascht, dass es "Whitesnake" überhaupt noch gibt. Das David Coverdale darüber hinaus noch in der Lage ist, ein Album
heraus zu bringen, das mich ohne Weiteres überzeugt, grenzt fast schon an einem ähnlichen Wunder, wie jenes, das 1987 dazu führte, mir das damalige "Whitesnake" Album zuzulegen und für gut
zubefinden; schließlich reden wir hier über absoluten Mainstream (Hard-)Rock, der zumindest in den Achtzigern perfekt auf die US Charts zugeschnitten und aalglatt, mit Blick auf die Top Ten
produziert wurde.
Chartplatzierungen dürften Herrn Coverdale aber heute so gar nicht mehr interessieren.
Das Album ist soundtechnisch recht zeitgemäß, klingt aber dennoch wie "1987", die zweite - was jedoch nicht schlecht sein muss.
Songtitel wie "All I want all I need" oder "All for Love", "A fool for Love" klingen einfach irgendwie bekannt. Auch das Album Schema: Uptempo
Opener, upper Tempo , downer Tempo, Ballade, ... ist keinesfalls aussergewöhnlich. Der Sound klingt "Whitesnake" typisch (zumindest in deren Hardrockphase), die Songs sind (zu) perfekt produziert
und dennoch macht das Teil süchtig.
"Good to be bad" ist perfekt beim Auto fahren, Wohnung putzen, Kaffee trinken, Joggen,... Die perfekte Soundcollage beim Arbeiten, die Balladen (drei
an der Zahl - auch keine große Überraschung) sind genial zum kuscheln, die rockigen Nummern perfekt für alles Weitere.
"Whitesnake" 2008 haben mich mit einem Album beeindruckt, von dem ich nie gedacht hätte, es würde mir auch nur ein wenig gefallen. Wenn ich vor
einundzwanzig Jahren nicht schon "1987" gut gefunden hätte, würde ich mir eingestehen müssen, dass ich älter werde... link
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