Saturday, 2. august 2008
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18:30
Brett Anderson - Wilderness
Im britischen "iTunes" Store seit einigen Tagen verfügbar, ist das neue Album des ehemaligen "Suede" Sängers "Brett Anderson".
Ich wusste bisher gar nicht, das der Solo unterwegs ist, um Musik zu machen und dann noch sooooo schöne.
Der erste Song erinnerte ein wenig an Mr. Blunt, wobei "Brett Anderson" schon deutlich weiter geht als Blunt und eine Stimmung erzeugt, für die der Begriff der Melancholie erfunden zu sein
scheint.
Gitarren Akustik und Stimmakrobatik, im Spätsommer, aber mir eher geringem Lagerfeuer Romantik Effekt. "Brett Anderson" hemmt die Serotoninproduktion, erzeugt eine fast deprimierende Stimmung und
forstet sich mit jedem Song tiefer durch die Schatten, der menschlichen Seele. Ein wenig Folk ist dabei wahrnehmbar, wobei die Dosis perfekt ist - nie zu viel des Guten.
Der Vergleich zu Blunt oder gar Herrn Diamond ist dabei gar nicht mal so weit hergeholt, nur das Anderson da ansetzt, wo die beiden Barden aufhören.
"Funeral Mantra" stellt dann den Höhepunkt dar; ein gewagtes Stück, fast schon etwas "gothy", schwankend zwischen wunderschön, romantisch und zutiefst deprimierend.
"Wilderness" ist nicht nur eines der momentan zu Hauf erscheinenden und deshalb oft überflüssigen, Akustikalben, es ist ein wunderschönes Werk, das musikalisch weit über "Geklimper" hinaus geht und
Teile der Seele angenehm berührt, von denen andere Akustikmusiker nicht einmal wissen, das sie existieren.
"Wilderness" wird mich sicher durch den Herbst begleiten, ein perfekteren Soundtrack gibt es dafür nicht - selbst "Neil Diamond" kommt da nicht heran.
von Joachim Naumann
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veröffentlicht in: Neuheiten
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